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00:00:04:

00:00:10: Herzlich

00:00:11: Willkommen in der Stadttrederei.

00:00:12: Reflexionen zu Stadt und Raum.

00:00:14: Wir sprechen über Veränderungen in unseren Quartieren, Städten und auch Regionen mit den Menschen die sie planen erforschen und gestalten.

00:00:24: Wir das sind Fetissen und Christine Grüger.

00:00:28: wir fragen nach hören unterschiedliche Perspektiven und wollen wissen wie Stadtentwicklung lebenswert nachhaltig und gemeinsam weiter entwickelt werden kann.

00:00:39: Schön, dass Sie dabei sind.

00:00:42: Wir begrüßen Sie heute zur Achtundvierzigsten Folge der Stadtrederei mit dem Titel Phase Null in der Stadtentwicklung.

00:00:49: Warum sie mehr zählt als gedacht?

00:00:53: Faye, du bist ja jetzt auch schon lange als Prozessgestalterin und Moderatorin unterwegs.

00:00:59: Vor allen Dingen auch unter diesem Label Phase Null was ich mit meinen paar Jahren, Moderatoren da sein früher immer als Vorbereitungsphase empfunden habe wo ich gemerkt habe dass so Ämter mit ganz unterschiedlichen Wissen in diese Vorbereitung phase gegangen sind.

00:01:18: Was ist da deine aktuellen Verfahrung?

00:01:20: Hat sich etwas geändert?

00:01:23: Ja, tatsächlich haben wir vor vielen Jahren am Lehrstuhl für Planungstheorie und Stadtentwicklung der RWTH Aachen ein Forschungsprojekt gemacht.

00:01:30: Da ging es eigentlich um die Kommunikation zwischen den vielen Akteuren in der Stadtentwirkung und damals sind wir schon auf diese sogenannte Phase Null gestoßen wobei aber damals der Begriff noch gar nicht bei allen so bekannt war.

00:01:45: also da War es dann eher die Frage, wer initiiert eigentlich Prozesse und Projekte?

00:01:51: Wer sind treibende Kräfte usw.

00:01:54: Das hat sich jetzt in den letzten Jahren ein Stück weit verändert bis dahin dass auch Kommunen ganz bewusst diese Phase Null in Projekten gestalten.

00:02:03: Und wir hatten die Freude im vergangenen Jahr für die Stadt Oberhausen In einem Projekt da geht's um einen Quartiersentwicklungskonzept hier in einem Wohnstadtteil die Phase Null mit durchführen zu dürfen.

00:02:16: Und da ist ganz frühzeitig, eigentlich bevor klar war welche Fördermittel können eigentlich generiert werden was soll eigentlich auf dem Areal was da in Rede steht passieren und geplant werden wurde eine Bedarfsanalyse im Quartier gemacht mit den vielen Akteuren vor Ort.

00:02:32: Es gab eine Bürgerinitiative von früher, die wurde reaktiviert sozusagen.

00:02:37: Es wurden Menschen aus dem Altenheim interviewt es wird eine Schülerbeteiligung durchgeführt wir haben mit den Anreinern gesprochen.

00:02:45: also man hat da ganz früh versucht zunächst mal die Bedürfnisse der menschen verort zu eroieren um aus dem heraus einer Art Raumprogramm für das quartier zu entwickeln und zu überlegen Wohin soll eigentlich die Reise dieser Planung gehen?

00:03:02: Und zudem gebe ich ja auch mit Kolleginnen hier aus dem Team Fortbildungen zum Baugesetzbuch, insbesondere zu den Paragrafen drei.

00:03:13: Punkt eins wo es um die frühzeitige Beteiligung in der Bauleitplanung geht und durch die Novelle des Baugesetzbuches.

00:03:19: Dazu haben wir ja auch schon Folgen hier in der Stadtrederei aufgenommen.

00:03:23: Gewinnt auch noch mal die Phase Null Bevor es dann in gesetzlich veranlasste Verfahren geht, gewinnt sie einfach nochmal an Bedeutung.

00:03:33: Und über diese Mehrwerte der Phase Null wollen wir eben heute sprechen mit unseren Gästen.

00:03:38: Nun klingt ja die Phase NULL erstmal... Als sehr technischen Begriff, man kennt diese Phasen in der Honorarverordnung für Architektinnen und Ingenieure.

00:03:48: Und wir werden ja da auch mit unseren Gästen darüber reden.

00:03:51: ist es denn da angekoppelt?

00:03:52: Ist das dann anerkannt dass da bestimmte Arbeitspakete dann auch entsprechend honoriert werden?

00:03:58: Insofern ist für mich so die Frage Ja wann fängt denn nun Die Phase Null eigentlich an, sitzen da alle noch vom weißen Blatt Papier und sagen jetzt planen wir mal ein Museum oder unsern Platz der aufgewertet werden muss.

00:04:13: Also wann fängt es wirklich an?

00:04:16: Und wer kommt eigentlich alles dazu?

00:04:18: Das ist eigentlich immer sehr interessant zu hören, wie viele Menschen – du hast es schon gerade erwähnt.

00:04:22: Ihr habt das damals Multiplikatoren genannt und multilaterale Kommunikation dazu.

00:04:27: Also wann fängt die Phase wirklich an vor allen Dingen?

00:04:30: Wann hört sie denn auf und geht in dieses gesetzliche Verfahren über?

00:04:34: Darüber wollen wir mit unseren Gästen sprechen!

00:04:37: Genau und eingeladen haben wir heute Peter Köttermann als Geschäftsführer von Baukultur Nordrhein-Westfalen, der dort auch für das Programm zuständig ist.

00:04:47: Und auch viel schon zu Phase Null gearbeitet und auch publiziert hat.

00:04:51: Wir haben mit dabei Burkhard Huhn von der Stadt Bochum.

00:04:55: Er ist Leiter der Abteilung Stadtentwicklung im Armend für Stadtplanungen und Wohnen und hat eben auch gerade verwaltungsintern viel Erfahrung mit der Phase Nulle gemacht.

00:05:06: Wir sind gespannt, hören Sie einfach rein.

00:05:08: Viel Spaß beim Zuhören!

00:05:19: Herzlich willkommen, guten Morgen Herr Huhn.

00:05:22: Wir freuen uns dass Sie mit bei uns in der Stadtrederei sind und unsere Reihe Gesprächsreihe vorzusetzen alles was um diese Baugesetzbuch-Novelle geht und vor allen Dingen diesmal um besagte Phase Null.

00:05:35: für die Nichtplanenden ist die Phase NULL eigentlich die große Vorbereitungsphase in der Planung.

00:05:41: Bevor wir anfangen Herr Hohen würde ich sie bitten sich ganz kurz vorzustellen und mit der Frage zu verbinden wenn sie jetzt jemand nach der Phase Null fragt.

00:05:50: Was wäre Ihr Hauptanliegen, was Sie der Person sagen würden?

00:05:56: Guten Morgen Frau Thiesen und Frau Grüger!

00:05:59: Ja, wo Karton bin ich?

00:06:01: Ich bin studierter Raumplaner aus Dortmund, habe dann ein städtebauliches Referendariat gemacht und bin jetzt seit erschreckender Weise über zwanzig Jahren bei der Stadt Bochum und leite hier die Abteilungstattentwicklung.

00:06:15: ja und zur Stadte Entwicklung gehört auch insbesondere das Thema Und das heißt Umsetzung von Projekten mit Fördermitteln.

00:06:24: Gerade in dem Bereich ist die Phase Null auch für uns ziemlich relevant, weil ja Phase NL heißt für mich eigentlich dass sich möglichst viele Beteiligte möglichst zu einem frühen Zeitpunkt zusammensetzen um zu überlegen Ja was sind wirklich die zu beachtenden und die wesentlichen Aspekte?

00:06:47: Die in der Planung berücksichtigt werden müssen?

00:06:49: Und dann muss ja auch konzipiert werden, wie läuft das ganze Verfahren ab und wer sind die Beteiligten?

00:06:56: Also sowohl Stadtintern als auch Gutachterbüros.

00:06:59: Als auch die Politik und als auch die Betteiligung der Öffentlichkeit der Bürger muss irgendwie gekonzipiert sein.

00:07:07: Das muss natürlich alles möglichst früh identifiziert werden.

00:07:11: Wer ist da einzubinden?

00:07:13: Ja, vielen Dank.

00:07:14: Da haben Sie ja schon die spannenden Fragen angedeutet nämlich wann geht's los und mit wem geht es los?

00:07:20: Aber bevor wir einsteigen kommen wir jetzt zu unseren zweiten Gesprächspartner und wir bitten jetzt Herrn Ködermann von der Nordrhein-Westfälischen Baukultur das er sich noch mal kurz vorstellt.

00:07:31: Mein Name ist Peter Köderman ich bin seit zwanzig neunzehn Geschäftsführer von Baukulturnordrhein Westfalen.

00:07:37: also wir sehen Phase Null als Teil einer Gesamtphase der Planung.

00:07:41: Sie beginnt für uns mit der Phase Null und endet mit Phase Zehn.

00:07:45: Das ist nicht immer der Fall ansonsten, sondern das meiste endet ja im Prinzip mit der Fertigstellung der Projektierung ist in einer anderen Form mit integriert.

00:07:56: Wir sehen Phase Null als eine wichtige Phase der Gesamtplanung von Null bis Zehn, zum einen und zum zweiten sehen wir die Phase NULL als Chance Projekte in der Stadtentwicklung integrativ zu denken – nicht linear!

00:08:11: Also linear in dieser Form dass es darum geht, festzustellen was nicht geht und dies in einer Folge festzuhalten um dann zu überlegen was übrig bleibt sondern integral in dieser Form das man es schafft aus einer Phase Null heraus eine gemeinsame Vision zu entwickeln deren Umsetzung am Ende stehen muss.

00:08:29: Und zwar mit allen Beteiligten extern als auch intern in der Verwaltung Mit allen Akteuren die daran beteiligt sind.

00:08:37: Herr Hohen, wie sehen Sie das auf Seiten der Stadt Bochum?

00:08:39: Was ist für Sie die Phase Null wenn wir jetzt noch mal über diesen Begriff zunächst reden wo glaube ich doch auch die unterschiedlichsten Akteure teilweise auch verschiedenes drunter verstehen.

00:08:50: Was isst für sie die Phase null?

00:08:54: Ja!

00:08:54: Für mich ist die Phase null Wenn es ein Projekt gibt zu diesem Projekt eben die wesentliche Parameter und die zur berücksichtigen Aspekte zusammen zu tragen und das mit möglichst viel Einbindung von Personen, die dazu beitragen können.

00:09:13: Und am besten natürlich auch die Person sofort miteinzubinden, die auch nachher für die Umsetzung zuständig sind.

00:09:22: also von daher... Die Frage ist nur wo kommt so ein Projekt her?

00:09:26: Da habe ich jetzt ein bisschen rausgehört bei Herrn Ködermann.

00:09:30: Wann ist denn die Phase Null überhaupt?

00:09:32: Gibt es eine Phase NULL, bevor es schon ein Projekt gibt oder entsteht ein Projekt erst in der Phase NUL oder wird ein Projekt definiert und dann haben wir eine Phase NuL.

00:09:42: Das ist ja ne interessante Frage!

00:09:46: Wenn Sie sagen, die Umsetzer müssen dabei sein.

00:09:49: Die Macher, die hinterher auch für das Projekt verantwortlich sind sehen sie die Umsetzenden vor allem in der Verwaltung dass für Sie Phase Null stärker intern geprägt ist?

00:09:59: oder gehören für Sie auch schon externe Akteure dazu?

00:10:05: Ja auch da sind die Grenzen ja fließend.

00:10:07: also wenn es um ein tätisches Projekt geht was nachher von der Stadt umgesetzt wird dann müssen natürlich die umsetzenden Ämter dabei sein.

00:10:18: Aber auch bei Projekten, die gar nicht von der Stadt initiiert sind und auch gar nicht vom Stadt umgesetzt werden ist ja immer die Frage wie behandelt man diese denn?

00:10:31: Also da braucht man zum Beispiel auch innerhalb der Stadt aus meiner Sicht schon eine Phase Null, um überhaupt zu klären wen brauchen wir aus der Stadtverwaltung?

00:10:41: und wenn brauchen wir sonst noch, brauchen wir Gutachter?

00:10:44: Und brauchen wir die Öffentlichkeit?

00:10:45: Welche Art von Öffentlichkeiten brauchen wir zu welchem Zeitpunkt politische Entscheidungen usw.

00:10:53: Das ist natürlich bei Projekten sehr unterschiedlich je nachdem von wem sie initiiert sind.

00:10:59: Also da würde ich gerne noch mal nachhaken, weil Herr Ködermann auch ganz einfach mit dem Kopf genickt hat.

00:11:04: Als ihre Frage aufkam ja wann fängt die Phase Null überhaupt an?

00:11:08: und so wie sie es jetzt geschildert haben klingt das so als ob ich vor der Phase Nulle nochmal eine Phase NULL habe?

00:11:14: Weil wir ja jetzt ganz komplex und integrativ unterwegs sind.

00:11:18: Und der eigentliche Intention dieser Baugesetznovelle war Ja dass alles ein bisschen schneller gehen soll.

00:11:24: aber so wie Sie schreiben so umfassend wie's ist kommt mir das nicht so vor, als ob es schneller geht.

00:11:30: Wenn man jetzt noch fragen muss wann geht's los bei einem Projekt vor einem Projekt?

00:11:34: Herr Ködermann wie sehen Sie das?

00:11:36: also?

00:11:37: die Frage ist natürlich berechtigt weil Projektierung ja häufig auch unterschiedlich startet.

00:11:41: ich versuche mal ein Idealfall mitzusetzen.

00:11:44: Ein ideal Fall für mich ist dass eine Kommune sieht Dass sie Stadtgeschaltung und Stadt der Entwicklung als einen öffentlichen Prozess unter Einbindung möglichst vieler zukünftig sieht.

00:11:56: Im besten Falle entwickelt sie so etwas wie eine Vision.

00:11:58: Die Stadt Bochum hat eine solche Vision einmal entwickelt und hat darin auch mit sehr vielen und sehr frühzeitig von vornherein schon die Ideenentwicklung für eine Stadt, für diese Vision gemeinsam gesetzt.

00:12:11: Also da beginnt eigentlich schon die Phase Null bei der Äußerung der Idee.

00:12:16: Das rückt jetzt noch nicht direkt zu einem Projekt aber das führt zu einem Bild wo einer Kommune hin möchte – zu einer Vision für die Kommune.

00:12:23: Wenn man eine solche Vorarbeit hat, dann ist die Projektierung, die im Einzelnen, im Quartier in verschiedenen Bezügen ist.

00:12:31: An einem anderen Punkt weil von vornherein auch Öffentlichkeit mit eingebunden ist und auf dieses Ziel vereinbart wurde.

00:12:37: Also da ist diese Phase Null schon logisch.

00:12:40: starten mit der Idee selbst und dann macht es in dem Sinne auch Sinn, auch von frühzeitig so wie Herr Hunderts gerade gesagt hat.

00:12:47: Es ist auch ihm zu überlegen nicht nur Phase Null zu denken als Integration von Öffentlichkeit sondern Phase Nullen gilt genauso für die interne Verwaltungswecke um von vornherein alle Akteure mit dazu zu holen.

00:13:00: das sind ja eine Menge in größeren Städten.

00:13:02: Das können viele Ämter sein, die da integriert werden müssen vom Tiefbau über Planung und manchmal auch im Projekt durchaus das Sozialamt was man überlegen kann.

00:13:12: Da gibt es sehr unterschiedliche Partnerschaften je nachdem um welche Projektierung es sich handelt.

00:13:16: Das ist ein fließender Prozess der davon abhängt in welcher Grundhaltung man überlegt Planung für eine Stadt zu denken.

00:13:23: Es gibt Städte, die haben diese Vision nicht gesetzt in dieser Form oder sie veröffentlichen Sie auch nicht in dieser Version und dann sagen über Einzelprojektierung versuchen wir jetzt Bürgerschaft mit einzubinden und nennen das Phase Null.

00:13:37: Das ist einem ganz anderen Punkt als wenn ich sage Ich versuche gemeinsam eine Vision zu entwickeln.

00:13:42: Aus dieser Visionentwicklung heraus plane ich verschiedene Projektierungen, dass die Stadt in diese Richtung läuft über die nächsten zehn, zwanzig, fünfzig, dreißig Jahre wie sie möchten.

00:13:52: und dann heißt das für mich auch ne andere Form von Integration von Phase Null.

00:13:56: also richtig ist Man kann sie unterschiedlich einsetzen, auch in unterschiedlichen Modellen.

00:14:01: Man kann unterschiedliches darin verstehen.

00:14:04: Die Idealfall für mich ist der, dass es mit Start der Ideenentwicklung beginnt – das muss aber nicht bei jedem Projekt zu sein!

00:14:10: Jetzt kommen wir schon fast in die wirkliche Inhalte der Phase Null und wir gucken gleich nochmal genauer auf ihre Funktionen, auf die Akteure oder auf die Gestaltung.

00:14:20: Ich möchte trotzdem noch mal vorwegnehmen dieser Begriff der Phase Null.

00:14:24: Der ist jetzt nicht völlig neu, hat sich aber in den letzten Jahren doch noch einmal stärker etabliert.

00:14:30: Vielleicht nochmal an dich Peter Ködermann – wie kam es dazu?

00:14:33: Ihr habt ja unter anderem vor einigen Jahren auch in Magazin veröffentlicht mit diesem großen Titel Phase NULL.

00:14:39: was hat euch da zu veranlasst und wo siehst du auch eine Wirkung?

00:14:43: Also aus einer baukulturellen Position kommt man immer dazu.

00:14:47: Ich bin selbst kein Planungsakteur, ich darf leider auch gar nicht planen in der Form sondern ich werde im Prinzip gebeten einen Beitrag zu leisten, zu schauen wie weit man Planung mit unterstützen kann.

00:14:59: und daher raus ist uns damals aufgefallen dass das Thema Partizipation von größerem Bedeutung wird.

00:15:06: Das ist aber eine gesellschaftliche Entwicklung, weil einfach unsere Art zu kommunizieren sich grundsätzlich verändert hat.

00:15:11: und somit ist die Frage von Beteiligungsmöglichkeit hat sich ebenfalls verändert.

00:15:15: Da wir als baukultureller Beitrag betrachtet wurden hatten wir das Gefühl dass immer was von der Seite dazukommt.

00:15:22: Das ist aber schwierig, wenn ich eine solche Prozessveränderung von außen mit dazu führe.

00:15:27: Als dass ich sage sie ist logischer Teil der Gesamtplanung und deswegen haben wir gesagt macht es am meisten Sinn das mit einem Planungsbegriff zu besetzen weil Phase Null klingt schon ganz klar als Vorlauf von Phase Eins und damit bin ich jetzt direkt in der klaren Definition von Stadtplanung nach HOAI.

00:15:48: Und kann im Prinzip sagen, Phase Null ist nicht was, was man sich so festivalisieren vorne weg mitleistet sondern es ist schon über den Begriff damit verbunden, was danach mitfolgt.

00:15:58: Und deswegen war uns das wichtig, das wurde übrigens auch sehr kritisch gesehen zum Teil.

00:16:02: Heute bin ich ganz froh und ich bin erstaunt wo überall der Begriff Phase Null an eine Rolle spielt nicht nur in der Stadtentwicklung sondern auch bei der Kirchentransformation oder bei ganz anderen Zusammenhängen, wo ich ihn gar nicht erwartet hätte wenn ich ehrlich bin.

00:16:14: aber trotzdem gibt zu uns zumindest ein bisschen recht dass die Beurteilung von Phase Nulle nicht eine kulturelle Begleiterscheinung ist sondern ein logisches Element der Stadtplanung begriffen wird und das ist mir persönlich wichtig.

00:16:27: Jetzt wurde das Baugesetzbuch angesprochen.

00:16:29: Die Phase Null ist ja im Baugesetzbuch nicht definiert und es gibt auch kein standardisiertes Verfahren, trotzdem ist es unstrittig dass die Phase NULL wirklich wegbereitend ist und auch relevant für Quartiersentwicklungsprozesse statt Entwicklungsprozess.

00:16:45: Herr Huhn aus ihrer Sicht jetzt noch mal von Seiten Verwaltung aus der Stadtplanung heraus Was würden Sie denn sagen, welche Funktionen übernimmt die Phase Null?

00:16:54: Was passiert da eigentlich genau?

00:16:57: Ja das kommt natürlich ganz drauf an wie man jetzt diese Phase Nulle wirklich definiert.

00:17:02: Deswegen können Sie mich vielleicht gleich noch mal an die Frage erinnern.

00:17:06: aber aus dem was der Herr Köttermann gesagt hat wollte ich eigentlich nochmal darauf hinweisen dass nämlich gerade diese konsequente Ableitung von Projekten aus Stadtentwicklungskonzept Gedanken ist natürlich das Idealbild Und das dann natürlich so früh wie möglich auch eine Beteiligung von Bürgern, von Öffentlichkeit und Politik stattfindet.

00:17:30: Neben der Beteilligung aller Fachleute um erstmal Ziele für die Stadtentwicklung zu bekommen ist natürlich so eine Art planerisches Idealbild dass auch Stadtverwaltungen teilweise gelingt und teilweise nicht gelingt muss man ganz ehrlich sagen.

00:17:48: manche Städte wollen es gar nicht.

00:17:50: Wir wollen es ehrlich gesagt an vielen Stellen, aber es gelingt ehrlich gesagt auch nicht immer.

00:17:56: Aber dann kann man natürlich sagen ist die Entwicklung einer von Stadtentwicklungsziel nicht schon die Phase Null und Projekte, die daraus hervorgehen sind ja schon mit Beteiligungen entstanden von unterschiedlichster Art und Weise sind schon bekannt und bestimmte Rahmenbedingungen sind schon abgesteckt Und da können wir dann konsequent einen weiteren Planungsprozess draus machen.

00:18:21: Aber wenn es natürlich nicht so ist, dass das nicht nach diesem Idealbild läuft sondern, dass ein Projekt irgendwo herkommt plötzlich aufploppt und damit umgegangen werden muss Dann ist die Frage, dann ist die Phase Null was ganz anderes?

00:18:36: Weil dann gibt es das Projekt schon und dann müssen wir ja konkret sagen Ja was machen wir jetzt mit diesem konkreten Projekt?

00:18:45: Teilweise ist dann die Phase null, aber auch gar nicht die Phase Null.

00:18:49: Sondern dann ist sie vielleicht auch die Phase eins Komma fünf oder so.

00:18:54: weil wenn ein Projekt schon da ist Dann ist die Phase Eins ja wo wirklich schon gelaufen und dann fängt man erst an mit grundsätzlichen Rahmenbedingungen Organisation des Projektes und so weiter.

00:19:07: das ist komplex.

00:19:08: Also es klingt alles so, als ob wir auf Messer schneidewandern und überlegen.

00:19:13: Was ist es nun?

00:19:14: Ist die Phase Null oder nicht?

00:19:16: Und man entscheidet letztendlich dann doch wieder individuell nach Projektgröße- und Vorderprogramm

00:19:21: etc.,

00:19:22: was ich jetzt interessant fand dass der Herr Ködermann sagte, Phase NULL assoziieren wir gleich mit der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure.

00:19:30: da gibt's NULL.

00:19:32: Da frage ich mal, ist denn da konkret festgeschrieben was da auch an Leistung bezahlt wird.

00:19:39: Also da gibt es ja immer so bestimmte Chargen.

00:19:41: Ist das so?

00:19:42: Weil dann hätte man ja endlich mal was Konkretes zu der Phase Null!

00:19:47: Es ist nicht in dieser Form, dass mir das bekannt wäre, dass es in der Form mit beschrieben ist, sag ich mal... Aber das heißt ja nicht, dass trotzdem schlau ist, gedanklich und im Worling müssen wir vorzuschalten damit aber auch jeder weiß, dass das eine Chance ist Planung neu aufzufassen.

00:20:02: Also deswegen ist es richtig, vielleicht ein bisschen parasitär sich an die Honorarordnung mitzuwenden.

00:20:09: Aber sie macht erstaunlicherweise jedem sofort klar dass das eben kein Exot ist, mit dem man da oben geht sondern dass es ein logischer Schritt ist und das ist mir persönlich dann sehr wichtig.

00:20:21: Also diese Phase Null, da gebe ich auch Herrn Huhnrecht.

00:20:23: Sie findet es in sehr unterschiedlichen Formen statt.

00:20:27: In Aachen gibt's eine Quartierentwicklung die deshalb zu einer Phase Nulle geführt hat weil man gemerkt hat dass man sie sonst planerisch aus der Stadt heraus nicht entwickeln kann.

00:20:36: Das ist eine ganz andere Form zu überlegen.

00:20:38: Also nochmal neu zu überleben, wie kann ich mit einem neuen Wissen noch mal über eine Freitiersentwicklung nachdenken?

00:20:46: Das ist was anderes als aus der Vision heraus so etwas zu rekrutieren.

00:20:51: Übrigens die Frage der Beteiligung, also Phase Null hat ja etwas auch mit Beteilligungen zu tun.

00:20:56: Die Frage der Beteiligung ist ja durchaus auch gesetzgeberisch mit geregelt.

00:20:59: Also Beteillingung spielt eine Rolle in der Städtebauförderung nach meinem Kenntnisstand zumindest.

00:21:04: Auch in der Bauordnung wird davon gesprochen dass diese Frage der Auseinandersetzung gesetzt wird und letztendlich habe ich gelernt das es weniger aus den Rahmenkriterien rekrutiert wie intelligent ne Phase Nulle wird sondern eher aus dem Protagonisten sich entwickeln und aus der Lust, sich auf so ein Prozess einzulassen.

00:21:24: Und dann spielt es plötzlich überhaupt keine Rolle mehr ob es einfach zweifach oder dreifach in welcher Bauordnung auch immer vertreten ist sondern das ist Teil des Prozesses und wird in dieser Form durchgeführt.

00:21:33: also es hat doch bisschen was damit zu tun mit der Haltung.

00:21:37: Deswegen ist mir diese Stadtvision so wichtig, mit der Haltung etwas mit zuzulassen einzubauen und damit umzugehen.

00:21:43: Und wenn diese gegeben ist dann spielen für mich aus meiner Sicht das Regelwerk, das gesetzgeberische Regelwerk eine geringere Rolle sondern da kommt auf die Qualität des Prozesses an und wird sehr unterschiedlich bewertet.

00:21:56: Also meine Architektin in Tätigkeit liegt ein Stück zurück.

00:21:59: aber wenn ich es noch ganz kurz aufgreifen darf Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure Ich meine, da ist die Phase Null eben die Bedarfsermittlung dann bevor ein Projekt beginnt wo man eigentlich vorab noch mal klärt was es vorbereiten für das Projekt zu tun.

00:22:15: Sozusagen stückweit kann man das vielleicht schon so übersetzen weil wir in der Phase Nulle auch instatt Entwicklungsrozessen ja dann je nach Projekt und Aufgabe schauen wer sind die verantwortlichen Akteure?

00:22:27: Das hatten sie vorher gesagt Herr Hohen welche Ziele sollen erreicht werden mit diesem Projekt usw.

00:22:33: vielleicht eben auch je nach Projekt noch mal eine Komplexität oder Konfliktlage zu erfassen.

00:22:38: Aber da stecken wir dann schon mittendrin, in dem auch was jetzt von Ihnen angesprochen wurde wie gestalten wir es denn richtig und mit wem um diese Wegbereitung gut leisten zu können?

00:22:50: Ja ich finde das auch gut dass so Phase Null zu nennen und tatsächlich zum Beispiel ein Vehikel die Honorar Ordnung für Architekten und Ingenieure dadurch es auch ins Gedächtnis zu holen und diese formale Ebene zu heben.

00:23:06: Weil das ist ja aber ein bisschen das Problem, dass manche Dinge einfach in den formalen Regeln nicht so richtig etabliert sind bereits.

00:23:17: Und bei der Phase Null ja tatsächlich so.

00:23:21: Dadurch, dass wir uns nennend animiert, ist eigentlich alle beteiligt überhaupt erst mal dazu darüber nachzudenken.

00:23:27: Das ist ja das Wichtige.

00:23:30: Baugesetzbuch gibt ja nichts dafür her, was da zu tun ist von unterschiedlichen Beteiligten.

00:23:37: Aber man muss natürlich darüber nachdenken.

00:23:40: bei vielen Städten ist es auch mittlerweile etabliert dass man frühzeitig sowohl intern als auch extern überlegt was zu tun is.

00:23:49: und wieder soll das ganz warmen Verfahren ablaufen aber nur für Projekte die nicht plötzlich mit Zeitdruck vom Himmel fallen.

00:23:56: Da hätte ich eine Nachfrage.

00:23:57: Wenn wir jetzt auf die Bauleitplanung gucken, da waren ja bisher auch die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung gesetzlich geregelt.

00:24:04: mit der Novelle des Baugesetzbuches wird das Jahr ein Stück weit ich sage jetzt mal vorsichtig zurückgefahren und man gewinnt auf der anderen Seite mehr Freiheit auch die Beteiligungen Partizipationen vor ein solches Bauleitenplanverfahren zu schalten.

00:24:21: Wie geht man denn als Verwaltung mit dieser stückweit auch neu gewonnenen Freiheit um?

00:24:27: Wie ist da die Haltung in der Kommune und besteht da wirklich der Mut, und auch die Kapazität das freiwillig vorab dann durchzuführen.

00:24:36: Da kann ich jetzt natürlich nur für Bochum sprechen aber bei uns ist eigentlich seit Langem etabliert sowieso auf möglichst... passenden Wege, sich möglichst früh mit den Projekten und dem notwendigen Beteiligten auseinanderzusetzen.

00:24:52: Da haben wir sowieso immer mehr gemacht als das Baugesetzbuch fordert weil diese in Baugesetzung geforderten Versammlungen oder Aushänge und so was alles haben wir.

00:25:03: Sowieso hat sich über viele Jahre gezeigt dass das ja überhaupt nicht die heutigen wege sind mit denen man auch mit Menschen ins Gespräch kommt und da muss man sowieso was anderes machen.

00:25:14: Meistens Beteiligung ist auch mehrstufig, würde ich mal sagen, auch in so diesem frühen Zeitpunkt.

00:25:20: Und heutzutage muss man ja auch auf ganz anderen Kalnellen arbeiten.

00:25:24: Da steht ja auch nichts von dem Baugesetzbuch und muss auch nicht.

00:25:28: Sondern da finde ich das schon richtig dass die Städte allein entscheiden können.

00:25:33: wie mache ich es denn?

00:25:34: Wenn sich in der Stadt etabliert hat Dann machen wir mehr und frühzeitiger, dann sollen die das auch machen.

00:25:41: Und dann machen wir das auch.

00:25:42: Und in Bochum ist das in der Beziehung auch selbstverständlich

00:25:45: mittlerweile.".

00:25:46: Also

00:25:46: für mich interessant an der Novellierung ist, dass sie so ein wenig ja auch, ich sag jetzt mal ausgerichtet ist auf Zeitphasen der Planung.

00:25:55: Es gibt einen sehr aktuellen Ansatz, den man versucht wie können wir denn zeitliche Prozesse einsparen?

00:26:01: weil Stadtplanung sehr langwierig ist und lange Prozese zufolge hat.

00:26:04: Und ich hatte so ein bisschen das Gefühl über die Novellierungsfolge.

00:26:07: Jetzt versucht man im Prinzip diese Phasen, die ja nicht klassische Planungsphasen sind, so einwenig zu verkürzen um die Gesamtplanungszeit als solch mit runterzubrechen.

00:26:17: Ob das dann wirklich so gelingt, lasse ich mal dahin gestellt sein.

00:26:19: aber wir hören vom Bauturbo und wir hören davon dass Stadtentwicklung zu langfristig geplant und umgesetzt wird und ich habe so das Gefühl dass diese Novellierung auch auf einen veränderten Zeitgeist anspringt der sagt wir müssen es einfach in kürzerer Zeit mit schaffen so und das zeigt eigentlich noch wie ängstlich man ist Phase Null als logischen Teil der Planung zu verstehen.

00:26:41: Weil wenn ich das von der anderen Seite her aufzäume, dann würde ich ja sagen okay da nimmt man Phase Null etwas zurück um Zeit zu sparen.

00:26:48: Ich persönlich bin aber der Meinung dass es gar nicht der Fall ist weil wenn mal den gesamten Planungsumsetzungen und Identifikationszeitraum betrachtet den Stadtentwicklung mit ausmacht mag eine Verschiebung darin liegen in zeitlichen Phasen wie man Planung aufsetzt Aber es muss nicht automatisch eine Verlängerung der Planungsphase bedeuten.

00:27:06: Also ich kann auch zur Resultaten kommen Durch Phase Null, die ich sonst auf klassischen Wegen in Anführungsstrichen nicht erreichen könnte.

00:27:14: Und somit ist der Mehrwert ein ganz anderer und das muss nicht heißen dass sich das mit Zeitverzögerung verbunden ist.

00:27:21: Deswegen ist das interessant, in der Novellierung das so zu setzen.

00:27:24: Sie schließt aber übrigens Phase Null nicht aus!

00:27:27: Also auch jetzt ist eben die Gelegenheit zu sagen okay, ich muss einerseits zeiteffizient darüber nachdenken, andererseits kann ich es trotzdem mitmachen und deswegen glaube ich wird es auch in Zukunft auch nach der Novelleerung sehr intelligente Phase NULL Projekte mitgeben und es wird auch Kommunen geben, die sagen dass sie sich diesen Weg nicht in der Form gehen können.

00:27:46: also wir sind... also Baukultur ist ja jetzt nicht der Der Spirit der Gesetzgebung in dem Sinne, sondern eher eine Art Beschreibung was gerade interessant in den Planungsphasen oder in zeitgeschädlichen Maßnahmen läuft.

00:28:01: und aus dem Punkt ist es sowohl interessant zu sehen warum es so gekürzt ist aber gleichzeitig eben auch zu sehen dass es die Chance zur Umsetzung Phase Null trotzdem geben wird.

00:28:10: Also da steckt ein Stück von Erfolg mit drin.

00:28:13: So formuliere ich es mir jedenfalls

00:28:15: Ja ich würde sogar soweit gehen das man sagt man braucht dann die Phase NULL Und sie gewinnt an Bedeutung, damit es danach vielleicht flüssiger und zügiger dann durchlaufen kann?

00:28:26: Ja.

00:28:27: Aber ich hänge noch an dem schönen Begriff von Herrn Huhn, dass Projekte plötzlich vom Himmel fallen.

00:28:33: Und ich frag mich jetzt gerade welche Art von Projekten das sind?

00:28:37: Wird der Himmel geöffnet weil Förderprogramme neu entstehen oder Weil eine berühmte oder reiche Person in der Stadt sagt Ich will jetzt ein Museum bauen einen Bibliothek oder sonstiges?

00:28:50: können Sie da nochmal sagen wenn solche projekte kommen was ist dann mit Phase Null oder der Vorbereitung?

00:28:57: Geht dann da alles schneller und holler die Hopp, wie funktioniert das?

00:29:00: Also genauso Projekte wie Sie gerade beschrieben haben hatte ich auch im Sinn.

00:29:05: Das kann ein Investor sein, VW will plötzlich eine gläserne Fabrik bauen auf dem ehemaligen Opelgelände oder VfL hat ein Investors gefunden der will ein neues Stadion haben oder irgendwie sowas könnte das den Bochum sein?

00:29:22: Und das sind dann Dinge, die vorher in der Stadtentwicklungskonzepte nicht bedacht sind.

00:29:27: Wo es aber auch plötzlich eine Idee für eine Fläche gibt wo bisher was ganz anderes gedacht war und da fängt man von null an.

00:29:36: Da ist die Phase Null ganz wichtig.

00:29:39: Aber da kommen wir auch in diesen Widerspruch hinein.

00:29:43: Was sagt das Gesetz über Bauleitplanverfahren?

00:29:47: Bedürfnisse, um in einer Stadt zu entscheiden.

00:29:50: Ist ein Projekt gut oder nicht?

00:29:52: Und wie soll es genau aussehen?

00:29:54: Meine Praxiserfahrung ist das was ganz unterschiedliches ist beides und ehrlich gesagt da hat dass eine Stadt für sich Projekte gut konzipiert und abstimmt mit allen Beteiligten.

00:30:08: Das sehe ich völlig unabhängig vom Bebauungsplan muss Ich sagen und das läuft auch in der Praxis eigentlich so dass ein Bebauungsplan dann lange dauert, hat auch damit gar nichts zu tun.

00:30:20: Ob es eine Offenlage gibt oder eine zweite Offenlager oder sonst was?

00:30:24: Oder das es Bürgerforen dazu gibt und Investorengespräche, die sowieso vorher oder außerhalb laufen, sondern das Gesetzboch laufende Bebausplanverfahren so lange dauern hat leider ja mit etwas ganz Anderen zu tun, was alles im Hintergrund über Buchteile gefordert wird, wie die Unterschrift sein muss und wo Stempel sein müssen und welche Reihenfolgen da eingehalten werden müssen.

00:30:49: Das ist ja mittlerweile von der Praxis, wie ein Projekt wirklich läuft und dann auch umgesetzt wird total entkoppelt.

00:30:58: Und manchmal ist es so wir haben einen Planungsverfahren und dann heißt das ja im Bebauungsplan brauchen wir auch noch oh je!

00:31:04: Der verzögert das Ganze jetzt um drei Jahre aber hat aber gar nichts damit zu tun, dass man wirklich zusätzliche Abstimmung braucht oder so.

00:31:14: Sondern das wäre auch alles schon gelaufen und man muss als Stadt eigentlich für sich einen Weg finden wie man Projekte umsetzt und kommuniziert und konzipiert.

00:31:27: und wie gesagt das Baugesetzbuch mit dem Bebauungsplan verfahren ist dann ein Parallelaufender oder irgendwie zu integrierter formaler Schritt Der, wie gesagt aber aus vielen Gründen tatsächlich unglaublich kompliziert und aus Sicht der Stadt unglaublich blokratisch ist.

00:31:46: Und wir da mit Dingen beschäftigen müssen wo man eigentlich sagen würde das ist für das Projekt und die Stadtgesellschaft oder die Stadtentwicklung überhaupt nicht wichtig.

00:31:55: also das ist leider hat sich daher was entkoppelt und von daher ist die Frage Wie wichtig ist das überhaupt?

00:32:03: Welche Details dann im Gesetz drin stehen?

00:32:08: für die Meinungsbildung in der Stadtgesellschaft.

00:32:13: Also mit der Phase Null sind wir ja eben noch nicht im Baugesetzbuch, sondern sind ja sehr frei und können das ganz individuell dann auch gestalten.

00:32:22: Peter Ködermann ihr habt vom Baukultur NRW ja unterschiedlichste Projekte auch untersucht teilweise auch im Film festgehalten.

00:32:29: über die Phase Nulle gibt es da Beispiele dass wir den Zuhörenden auch nochmal ganz konkret berichten können, wie so eine Phase Null dann in einem Projekt aussieht.

00:32:40: Gibt es jetzt natürlich aus unterschiedliche Projekte?

00:32:43: Wie schon gesagt, ich nenn's vielleicht mal so das Projekt an dem wir am meisten gelernt haben war die Auseinandersetzung mit dem Ebert Platz in Köln ein Platz der seit ewigen Zeiten in der Diskussion steht und zwar sowohl politisch, verkehrspolitisch auch in der Stadtplanung aus ganz unterschiedlichen Positionen betrachtet wird.

00:33:02: Ein Platz, der zum einen Transitraum, zum zweiten aber auch Raum für Drogenverkäufe, aber auch Aufenthaltsraum mit ist also der sehr multiple genutzt wird.

00:33:13: ein Platz, das jetzt zentral ist, der auch noch die Hauptanlegestellende der KVB mit hat und von Straßen umgeben ist und der auch mittlerweile über Interimslösungen, weil man nie zu dem wirklichen Entschluss im Umgang mit diesem Platz gekommen ist, benutzt wird.

00:33:28: Das heißt, man hat sowohl die planerische Umsetzung des Ebertplatzes historisch als auch eine Interimsnutzung – alles Nutzer, die ja auch mit den Plätzen umgehen und man hatte im Prinzip die Bevölkerung die dieses Platz auch in einem gewissen Image sieht.

00:33:41: Und wir haben dann damals gesagt, wie kann denn überhaupt eine Phase Null sein?

00:33:46: und haben sehr schnell festgestellt, wie unglaublich komplex das ist durch einen Platz neu zu diskutieren?

00:33:53: Wir haben das gemeinsam mit der Universität in Köln mit einem Seminar gemeinsam aufgenommen über zwei Jahre erst mal in die Analyse mitgebracht.

00:34:03: dass über vierzig Initiativen auf diesem Platz arbeiten, elf Stadtämter eingebunden sind im Umgang mit dem Platz.

00:34:10: Sie alle unterschiedliche Positionen dazu haben, dass es unterschiedliche politische Positionen mit gibt.

00:34:16: aber es gab kaum Ideen.

00:34:17: mal zu sagen wie kann man eine neue Perspektive auf den Platz eröffnen?

00:34:21: und dieses wurde erst durch den, was wir dann Phase Null mit genannt haben ermöglicht.

00:34:26: Das im Prinzip studentische Ideen ganz klar sogar gesetzt und benannt in Form einer Freitreppe und zwei weitere Interventionen die auf dem Platz stattfanden.

00:34:34: Man einfach mal einen neuen Blick auf diesen Ort bekam also ganz einfache neuen Blick und das wurde dann ergänzt sowohl in Publikationen festgehalten als auch mit einer Bürgerbefragung verbunden,

00:34:45: wie

00:34:45: denn die Leute diese neue Holztreppe, die ursprünglich mal für nur zwei Monate geplant werden und letztendlich fast ein Jahr lang stehen blieb.

00:34:51: Wie sie denn sich auffassen?

00:34:53: Und daraus entstand ein sehr hättere grünes Bild der Wahrnehmung dieses Platzes Der aus meiner Sicht sowohl für die Politik bis dato unbekannt war, der für viele Interimsplayer auf dem Platz aber ebenfalls unbekannt war und der diesen Platz in ein etwas anderes Licht gerückt hat.

00:35:08: Diese Phase Null hat jetzt nicht dazu geführt dass plötzlich der neue Eberplatz entstand Aber er hat diesem Platz auf eine ganz andere Art und Weise thematisiert Und das muss ja Grundlage sein dann zukünftig darüber zu sprechen Wohin läuft das?

00:35:21: Also mittlerweile gibt es von der Stadt auch eine neue Interimslösung, die im Prinzip die Bespielung dieses Platz mitprogrammiert.

00:35:28: Das war vorher nicht ganz so in dieser Form.

00:35:29: also man merkt jetzt schon dass was da ist eigentlich doch einen Wert hat mit dem man anders umgehen kann und das kann auch ein Ergebnis einer Phase Null sein, dass man eben nicht plant wie kommt das nächste Parkhaus hier drauf oder welche Straßen muss ich rundherum schließen.

00:35:44: Diese Auseinandersetzung ist ne sehr grundsätzliche, ne sehr vielschichtige auf unglaublich vielen Bedeutungs Ebenen, aber auch eine sehr praktisch gesehene und sehr einfache Form für einen Ort neu zu sensibilisieren.

00:35:57: Und dann wird es eben spannend in welcher also welche Ideen damit erzeugt werden und wie man die dann politisch wirtschaftlich und aus der Kommune heraus mit umsetzen kann.

00:36:07: Das ist für mich ein Highlight gewesen weil es eben eigentlich schon klar gesetzte Planungsstrukturen gab.

00:36:12: Es gab den Ansatz zur europäischen Ausschreibung, aber man hat sich gar nicht so richtig mit dem befasst was da wirklich Und das ist neu gesetzt worden.

00:36:20: Das ist ein Beitrag, der für eine Stadt in vielerlei Hinsicht sehr wichtig sein kann und ein ganz einfaches Projekt.

00:36:28: Ich hoffe ich enttäusche jetzt nicht wie die klassischen Projekte, die sagen wir okay dann gab es Bürgerbeteiligungen, dann gab's so ne Ausrichtung... ...das fertig bauliche Resultat ist jetzt Beasite in Münster oder Bobcampus in Wuppertal oder Co-Fabrik in Bochum.

00:36:42: Diese Vielschichtigkeit einer Version, die haben wir eigentlich eher in diesem Prozess miterlebt der kein bauliches Ende hatte.

00:36:48: Und das finde ich höchst spannend weil alle davon irritiert waren was dabei mit raus kam und das erzeugt eine völlig neue Art von hinterfragung.

00:36:57: also was ist denn dann zukünftig gestaltungsqualität?

00:36:59: müssen wir überhaupt umbauen oder müssen wir anders programmieren?

00:37:04: wie setzt sich das zusammen?

00:37:05: sollte man doch gucken verkehrstechnisch eine andere lösung zu finden weil man plötzlich merkt dieser platz hat eine unglaubliche aufenthaltsqualität nur weil der brunnen nun wieder im ingang gesetzt wurde.

00:37:16: Ganz triviales trifft sich mit sehr theoretischen Ansätzen und führt letztendlich auch zu einer anderen Betrachtung von einem Stadtraum, der sehr wichtig für die Stadt Köln ist.

00:37:25: Deswegen ist es für mich ein besonderes Projekt.

00:37:27: Ja, ich kann da mal nur zustimmen.

00:37:29: also erstens war das sicher ein sehr spannendes Projekt aber ich denke auch dass sowas für solche prädtischen Projekte im lebendigen Stadtraum so heutzutage in so einer Form angegangen werden müssen weil das klassische, wir vergeben einen Auftrag als Stadt.

00:37:47: Dann macht ein Freiraumplaner dazu einen Plan, den setzen wir um und zwischendurch machen wir vielleicht eine Bürgerversammlung dazu.

00:37:55: Das hat sich in vielen Städten so insbesondere in den größeren Städte herausgestellt dass die Ansprüche auch anders sind sowohl von der Politik als auch von der Bürgerschaft.

00:38:06: Und das ist alles völlig unabhängig davon, was das Baugesetzbuch sagt und ob man nachher vielleicht noch einen Bebauungsplan dafür braucht oder nicht.

00:38:13: Sondern die Ansprüche in der Bevölkerung und in der Politik haben sich eigentlich sehr gewandelt.

00:38:20: Ich finde es auch gut, dass sich das so gewandelt hat.

00:38:22: aber es ist wirklich sehr schwierig das zu berücksichtigen und dafür ein geeignetes Verfahren zu finden weil wenn ich das richtig verstanden habe war das ja jetzt in Köln auch kein linearer Prozess sondern hat erstmal ausprobiert.

00:38:36: Also ich finde das ziemlich gut und für bestimmte Projekte sehr wichtig, man braucht natürlich die Kapazitäten dafür jetzt auch mal auf städtischer Sicht gesehen und man braucht den Freiraum dafür.

00:38:50: Also man muss natürlich die Erlaubnis haben, über bestimmte Dinge auch nachzudenken oder sie eben nicht von der Stadtverwaltung und von der Stattpolitik vor uns geben zu lassen.

00:39:00: Sondern es muss ja eine Offenheit da sein.

00:39:02: So wen fragen wir denn?

00:39:03: Wer sagt uns jetzt was da passieren soll an einer bestimmten Stelle?

00:39:08: Da würde ich gerne doch mal reingehen Herr Ho.

00:39:10: Nämlich genau dieses.

00:39:11: wie arbeitet die Verwaltung intern zusammen.

00:39:14: Denn wenn wir manchmal reingekommen sind als Moderatorin, da haben wir schon gemerkt es gibt gewisse Befindlichkeiten der einzelnen Fachämter und Konkurrenzdenken unter Sektorale denken.

00:39:25: das löst sich ja nicht gleich auf.

00:39:27: aber so wie ich Herrn Kördermann verstehe gehen sie dann in einem gemeinsamen Lernprozess und das klang sehr euphorisch dass Ideen entwickelt wurden wo alle an einen Strang gezogen haben oder zumindest drum gerungen haben.

00:39:39: Also ist es ja fast noch mehr ein Mehrwert auf Seiten der Verwaltung, indem sie jetzt sagen so und wir kommen von vorne rein zusammen an den Tisch Und kann man aber diese, sagen wir mal die internen Konkurrenzen Auflösen in dieser Phase Null, also das Verkehrsamt immer ein bisschen dominanter ist als das Grünflächenamt und das Soziale.

00:40:01: Also kriegt man das so hin was eben doch schon auch lange in den Verwaltungen gewachsen ist?

00:40:06: Das kriegt anhand eines einzelnen Projektes nicht hin.

00:40:09: Was kann man mal zufällig hinbekommen wenn die richtigen Personen an einem Projekt beteiligt sind.

00:40:15: aber eigentlich muss es natürlich Ziel sein dass es diese Konkurrenzen und dieses Sonderdenken unterschiedlichster Beteiligter eigentlich gar nicht mehr in der Form gibt, weil das können wir uns eigentlich gar nie mehr erlauben.

00:40:27: Und hier im Bochum arbeiten wir tatsächlich daran, dass zu überwinden dieses Denken, weil sich ja tatsächlich in der Vergangenheit als sehr problematisch herausgestellt hat, weil bestimmte Dinge dann immer Priorität hatten und das kann man ja heutzutage gar nicht so sagen.

00:40:46: was hat denn wirklich für den Bürger nachher die Priorität?

00:40:49: Was ist das Wichtige?

00:40:51: Vor ein paar Jahren war es noch selbstverständlich.

00:40:53: Na ja, das Auto hat die Priorität und dementsprechend hat das Tiefbeamt immer gesagt so wenn's eine Berechnung gibt wir können keine Fahrspur wegnehmen dann ist der Rückstau zu langen.

00:41:04: dann war gesetzt das bleibt alles so und daher braucht man keine bestimmte Offenheit.

00:41:10: heute ist das alles anders viel komplizierter.

00:41:13: also dafür braucht man Offenheiten und da für brauchen auch Sensibilität.

00:41:17: Das braucht seine Zeit, damit sich das innerhalb einer Stadtverwaltung verändert.

00:41:22: Aber es kann sich verändern und es ist tatsächlich so dass wir hier in Bochum jetzt zu ganz vielen Projekten viel früher zusammensitzen und überlegen was können denn hier die Hauptprobleme sein und hauptmögliche Zielrichtungen?

00:41:39: Und man kann nicht erstmal nur über den Kanal denken und was obendrauf passiert ist uns egal Sondern heutzutage hängt das ja zusammen.

00:41:48: Wenn wir Schwammstadt machen wollen, dann wirkt sich ein neues System unterirdisch auch oberirdisch aus und sowohl als grün als auch als optisch stattentwicklerisch als auch für den Verkehr.

00:42:02: Und dass das Auto überall Vorfahrt hat ist ja auch nicht mehr so selbstverständlich sondern auch der Radverkehr muss da sein und wie gesagt Das hat sich bei uns und ich hoffe auch in anderen Stadtverwaltung schon herumgesprochen, dass man Projekte heutzutage anders angehen muss als das in der Vergangenheit war.

00:42:21: Das führt bei uns dazu, dass wir bei großen Projekten eine Projektvereinbarung mit allen Ämtern haben um eine spezielle Vorgehensweise dazu zu entwickeln und auch entsprechende Lenkungsgremien die das frühzeitig innerhalb der Stadtverwaltung bearbeiten.

00:42:41: Und das führt eben dazu, dass wir schon versuchen, konsequenter jetzt auch in Stadtteilentwicklungskonzepten zu denken.

00:42:49: Die ja auch dafür da sind, dass man sich frühzeitig mit dem Sozialamt und Schulamt zusammensetzt um festzulegen, in welche Richtung soll sich denn dieser Stadtteil entwickeln?

00:43:01: Im besten Fall wären wir mit einem Stadtteil-Entwicklungskonzept so aufgestellt, dass wir einerseits mit Projekten die von dritten aus dem Himmel auf uns runterfallen wissen das geht hier nicht oder das sollte man nicht tun und hier könnte man es aber tun.

00:43:16: Und gleichzeitig ist es halt so, dass dann im Prinzip ja die Handlungsmöglichkeiten der Stadt auch frühzeitig schon abgesteckt werden.

00:43:26: Also wenn man vorher weiß, da muss der Kanal gemacht werden und an einer anderen Stelle soll die Oberfläche eine Straße neu gemacht wird oder ein Park soll verändert werden.

00:43:35: Und dann muss aber wer weiß was auch an Infrastruktur verändert werden?

00:43:40: Dann kann man das ja gewinnbringend nutzen und koordiniert zusammenbringen.

00:43:46: Ja wir sprechen die ganze Zeit aus der Planung heraus in den Prozess hinein.

00:43:50: also ich finde es schlau was die Stadt Bochum mit macht dass sie versucht in neuen Strukturen dreifacher Innenentwicklung überhaupt mit möglich zu machen, eins der Bilder die mittlerweile mitgesetzt sind.

00:44:01: Also wir alle erwarten... Sieh ich!

00:44:04: Wir alle erwarte... etwas von unserer eigenen Arbeitsplatzqualität.

00:44:08: Das gilt übrigens auch für die Verwaltung.

00:44:09: und wer sich mal die Studien anschaut, die zur Zufriedenheit bei Verwaltungsmitarbeitern, die damit umgehen, die werden feststellen dass viele sich integrale Prozesse wünschen und andere Formen von Verantwortlichkeiten wünscht und somit ein anderes Einbeziehen in die Projektierung sich wünschten.

00:44:25: Und ich habe jetzt nicht davon gesprochen das man mehr Geld will oder mehr Urlaub oder so sondern einfach das die Art zu arbeiten sich verändern soll.

00:44:33: Sehr intelligent, wenn eine Stadt einfach aus der Qualifizierung der Arbeitsplätze in der Verwaltung darüber nachdenkt solche Planungsprozesse dann auch so mit auszurichten.

00:44:42: Weil letztendlich muss man möge es mir verzeihen, muss die Arbeit auch Spaß machen bei denen die dafür stehen weil da braucht man intrinsische Motivation zu.

00:44:51: wir werden immer weniger in der Stadtverwaltung das werden immer weniger Fachkräfte mit zur Verfügung stehen, für was meint das ich immer komplexere Zusammenhänge.

00:44:59: und das erste woran man gut arbeiten kann ist an der Qualifizierung der Ablaufprozesse die damit sind oder auch der Zielentwicklung und der Mitwirkung.

00:45:07: Und schon aus diesem Grund heraus Es ist aus meiner Sicht unglaublich wichtig, Phase Null auch als interne Qualifizierung mitzudenken und das in die Zukunft mitzuführen.

00:45:17: Ganz einfach nicht weil wir schlau daher sprechen sondern weil es einfach ein Auftrag ist eines Arbeitsgeber der Stadt zu schauen wie weit zukünftig qualifizierte Arbeitsplätze die richtigen Leute mit einbeziehen die letztendlich unsere gesamte Stadt also unseren Lebensraum mitentwickeln.

00:45:32: Das muss man sich ja vor Augen führen.

00:45:35: Das ist ja nicht nur irgendwo irgendwas sehr grundsätzlich und sehr beeinflussend für jedermann, der in einer Stadt wohnt.

00:45:44: Das war jetzt schon fast die Antwort auf die Frage, die ich noch gar nicht stellen konnte nämlich wenn sich die Prozesse so verändern auch verwaltungsintern und im Zusammenspiel der vielen Akteure und sich dabei auch die Phase Null verändert was wären denn Vorstellungen jetzt auch nochmal in die Zukunft hinein?

00:46:02: Was müsste passieren oder welche Rolle sollte die Phase null auch zukünftig einnehmen damit Prozesse noch mal ein Stück weit transparenter, nachvollziehbar und auch resilienter werden.

00:46:15: Hast du da noch Ergänzung zu Peter?

00:46:16: Sonst gehen wir direkt zu Herrn Huhn wenn das jetzt eigentlich deine Antwort schon war.

00:46:21: also ich würde die Antwort so stellen lassen

00:46:23: sehr gut dann Herr Huhngernen.

00:46:26: ja die Frage ist halt Das ist ja sehr unterschiedlich welche Rolle die Phase Null jetzt schon spielt.

00:46:32: einerseits ist es bei Projekten der Fall bei unterschiedlichen Projekte und in unterschiedlichen Städten.

00:46:38: Also Städte sind ja unterschiedlich weit in dem Prozess.

00:46:42: Und da müsste man überlegen, wie kann man Städten dazu bringen, da konsequenter vorzugehen?

00:46:48: Das ist eine Frage.

00:46:50: ob das Baugesetzbuch unbedingt hilft bin ich nicht sicher.

00:46:54: und auch bei einer Stadtverwaltung die sich das schon vorgenommen hat passiert es ja auch nicht überall bei jedem Projekt so konsequent.

00:47:03: von daher wäre auf die Frage Wie kann Konsequenter dafür motiviert werden, das zu tun.

00:47:11: Man hat ja einen wichtigen Aspekt genannt nämlich die Mitarbeiter-Motivation.

00:47:16: aber auch wenn Druck von woanders kommt ist das häre Ziel natürlich auch nicht immer so umsetzbar.

00:47:23: Von daher bin ich da ein bisschen ratlos was da wirklich einer Stadt helfen würde konsequent diese Phase Null anzuwenden

00:47:32: zum Beispiel sie als Chance zu begreifen

00:47:34: einfach machen

00:47:38: Ja, aber ich finde das haben wir doch jetzt am Ende dieses Gesprächs super herausgearbeitet.

00:47:42: Dass der Appell benannt werden kann fangt frühzeitig an gemeinsam zu denken damit nicht immer hintereinander die Abstimmung laufen denkt gemeinsam drüber nach es kann was Neues entstehen.

00:47:54: ihr erspart euch möglicherweise auch Einzelabstimmungsrunden.

00:47:57: also Ich find dass ist für mich so ein Punkt dieses bei uns anfangen Wir arbeiten da gemeinsam dann Selbst auch die Chance zu haben, neue Ideen zu entwickeln.

00:48:08: Natürlich auch indem man das gemeinsam macht finde ich.

00:48:11: und ob das jetzt nun die Phase oder dann anfängt, das ist einfach so differenziert zu sehen.

00:48:18: Ich denke es können die Projekte vom Himmel fallen oder sie haben schon langfristige Stadtentwicklungskonzepte.

00:48:23: aber was Sie auch gesagt haben Herr Hohen welche Bedeutung da auf einmal Stadt- oder Quartierskonzepte entwickeln weil sie in Bausteinen da auch schon wieder hin sind?

00:48:32: Das finde ich einfach auch nochmal sehr bedeutsam darzustellen dass wir von Anfang an denken und uns darauf beziehen und dann ist es uns egal ob wir da eine Beteiligung haben.

00:48:44: Hauptsache die Abstimmung laufen dann in diesen Prozessen.

00:48:46: Also es wird ein neues Arbeiten der Verwaltungs-Eventa mit auf den Weg gebracht, mit dieser Phase.

00:48:53: das nehme ich jetzt so aus dem Gespräch mit.

00:48:56: Ja gut wir haben auch den einen Aspekt noch nicht genannt nämlich gegen der Demokratieentwicklung in der Stadtgesellschaft.

00:49:03: weil bisher hat man glaube ich teilweise immer gedacht ja durch Teiligung ist schon wichtig aber wir sind ja demokratisch und dass wenn der Rat dann entscheidet ist auch alles gut.

00:49:13: Aber wir stellen ja fest, anscheinend muss, sondern Demokratie weiter auch verankert bleibt in der Bevölkerung.

00:49:20: Muss da schon noch mehr sein und die Menschen müssen noch mehr eingebunden werden?

00:49:24: Und das ist natürlich auch für Politik- und Verwaltung innerhalb einer Stadt eine, müsste das eigentlich eine sehr große Motivation sein, die Bürger da stärker mitzunehmen um keine Entfremdungen da zu unterstützen, die nachher doch ganz viel infrage stellt was glaube ich keiner hier will.

00:49:42: Danke, dass Sie da noch mal darauf hingewiesen haben.

00:49:44: Gerade in diesen Zeiten und frisch nach den Wahlen finde ich das jetzt auch nochmal ein besonderer Aspekt, den wir da in ganz unterschiedlichen Formen auf die Leute zugehen miteinander reden.

00:49:54: Es wird nicht einfacher werden es wird sicherlich hartes Brot sein das zu tun aber es ist notwendig.

00:50:00: ja Herr Ködermann

00:50:01: Also zur Ehrlichkeit der Stadtgestaltung muss man ja sagen, dass sie eigentlich in dem historischen Sinn oder retrospectiv betrachtet immer Ergebnisse von sehr starken Druckverhältnissen waren.

00:50:12: Und zwar gesellschaftlichen Druckverhältnissen.

00:50:14: Und im Moment ist es so, dass sich diese Druckverhältnisse wieder weiter verändern.

00:50:18: Genau in die Richtung was Herr Hungar damit gesagt hat In Anforderungen an die Arbeitsplätze und die Frage Was ist denn Qualifizierung des Raumes?

00:50:26: Zum Beispiel Richtung Orte der Demokratie zu erzeugen Welchen Wert haben sie eigentlich?

00:50:30: Sind die genauso viel wert wie Die vom Himmel fallen den Investorenprojekten oder nicht Ist eine wichtige Betrachtung.

00:50:36: und welche Prozesse brauchen wir dafür?

00:50:38: und deswegen vielleicht ist Es wirklich so das die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen momentan sich so verändern Phase Null in wenigen Jahren logisch ist, weil man sonst kein Mittel mehr haben wird Stadtgestaltung wirklich umzusetzen oder an der Formung zu setzen dass sie wirklich in dem Sinne funktioniert denn das was gebaut wird in der Stadt bleibt statistisch zwischen sechzig und achtzig jahren stehen.

00:50:59: Vielleicht sind die Druckverhältnisse es wie früher auch bei einer Stadt Gestaltung.

00:51:03: die zukünftige Phase NULL geradezu erfordern und nicht nur ermöglichen fände ich auch nicht schlecht.

00:51:11: Gut, danke für diese Schlusswort und überhaupt für das sehr Interessante.

00:51:14: Und ich fand sehr reichhaltige Gespräch ...

00:51:18: Ja man hat so ein bisschen einen anderen Blick wie Sie auch gesagt haben zur Phase Null was eigentlich alles daran hängt.

00:51:24: also am Anfang haben wir ja lange rumgemacht dann fängt sie an und wer kommt dazu?

00:51:28: Wir haben über diese Prozesse geredet aber einfach zu sagen wo ist der Mehrwert auch für die Verwaltung und dann auch für Die Böffentlichkeit mit verbinden Das finde ich jetzt schon noch mal sehr erhellend.

00:51:39: Vielen Dank!

00:51:56: Das war die Stadt Gdrej, Reflektion zu Stadt und Raum.

00:51:59: Wir danken unseren Gästen für das Gespräch und Ihnen für das Zuhören!

00:52:05: Vielleicht sehen Sie zu dem Thema ja auch manches anders oder sie kennen ein anderes Thema über dass wir unbedingt mal reden sollten?

00:52:12: Dann schreiben Sie uns – wir freuen uns auf Ihr Feedback-und den Austausch!

00:52:17: Alle weitere Informationen zu dieser Folge und zu unseren Gkästen finden Sie wie immer in den Shownotes und auf unserer Webseite.

00:52:25: Ja, und damit verabschieden wir uns für heute.

00:52:28: Bis zur nächsten Stadtrederei!

00:52:30: Dann reden wir wieder über Stadt- und Raum.